Andrea Kreipe

 

   

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–>> Artikel zur Ausstellung "1200 Jahre Wessobrunner Gebet" im Landsberger Tagblatt


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Es ist die Verbindung zwischen Intuition und kognitiver Arbeit, die Andrea Kreipes Skulpturen und Plastiken so faszinierend erscheinen lassen. Märchenhaft versponnen stehen ihre Werke da, wie die Bronzefigurine „Mädchenträume“, ein Torso ohne Kopf und Arme, in dessen Gewand die Künstlerin den Abdruck feiner Spitze eingearbeitet hat. „Blinde“ nennt sie eine elegante Gestalt, die ertastend die Hände vor sich ausstreckt und in ihrer in sich gekehrten Schönheit rätselhaft wirkt, so wie fast alle Objekte Kreipes. Seltsam mutet auch der „Steinschläfer“ an. Die kleine männliche Gestalt aus Bronze scheint im Schlaf den Fels zu umarmen, auf dem sie liegt, den Kopf tief im Stein vergraben.
„Ausgangspunkt für meine Arbeiten sind häufig Fundstücke aus der Natur, die ich auflese, betrachte, ins Regal lege  und zu gegebener Zeit in eine Skulptur verwandle“, sagt Kreipe. „Manche liegen dort jahrelang, bevor ich sie verwende.“
Vorzugsweise Steine verwendet sie so für ihre Arbeit. Auch hier gibt die Künstlerin sich und dem Material Zeit. An jedem Fundstück könne man einen Prozess der Umwandlung und Gestaltung durch natürliche Vorgänge ablesen, erklärt die Bildhauerin.
Sparsam setzt die Mittel ein, subtil lenkt sie die Aufmerksamkeit auf ihre Botschaft. „Ich möchte den Blick auf die Fundamente unseres Daseins lenken, die zu verschwinden drohen durch unseren Umgang mit der Natur“, sagt sie.
Sara Meissner